Nach einem letzten verregneten, gemütlichen Tag in San Jose, musste ich mich vergangenen Mittwoch Morgen schon wieder von Nadja und Igor verabschieden. Danke für die schöne Zeit mit euch!

Die beiden kehrten zurück in die Heimat und mich führte mein nächster Flug nach Lima, Peru. Dort angekommen, wurde ich von einem "freien Mitarbeiter" meines Hostals empfangen und per Taxi in die Stadt begleitet. Eine meiner ersten Fragen: wieso man denn bereits 3 Stunden vor einem Flug aus Lima heraus am Flughafen sein müsse. Seine Antwort: wegen dem Terrorismus. Hmmm, ein toller erster Eindruck!!!
Leider hat mich auch die Stadt selber nicht so sehr beindruckt. Man merkt hier gut, dass Peru eines der ärmsten Länder Südamerikas ist. Meine Unterkunft lag mitten im Zentrum, nahe des "Plaza Mayor" - dessen Umgebung ich dann auch als erstes erkundete.
Für den nächsten Tag hatte ich eine vierstündige City-Tour gebucht. Diese führte uns unter anderem ins "Museum of the Banco Central de Reserva", wo viele von Peru's Schätzen untergebracht sind: Töpfereien, Textilien und Gold- sowie Silberobjekte (teilweise um die 2000 Jahre alt!).

Weiter gings zum Plaza Mayor, wo wir den Regierungspalast, den Palast des Erzbischofs und weitere - teilweise maurisch beeinflusste Gebäude bestaunen konnten. Als nächstes statteten wir dem Convento de San Francisco einen Besuch ab. Ein noch immer aktiver Orden der Mönche von Franz von Assisi. Der spannendste Teil: die Katakomben mit deren tiefen Gräbern... gefüllt mit unzähligen menschlichen Knochen!


Am Freitag morgen musste ich bereits um 2:30 Uhr aufstehen - gähhhn - denn ich hatte den 5:40-Flug nach Cusco gebucht (war drum der günstigste). Hier eine Vogelperspektive der Stadt und des einzigen Flugfeldes.

Da Cusco auf einer Höhe von 3'400 Meter über Meer liegt, habe ich mich zuerst ein bisschen anklimatisiert und erst am Nachmittag eine City-Tour unternommen. Die Sehenswürdigkeiten: Convento de Santo Domingo (gebaut über einen Inka-Palast namens Koricancha... siehe Bild), die Kathedrale am Plaza Mayor (eine der grössten von ganz Südamerika - nach meinem Geschmack etwas überladen und kitschig) sowie die vier Inka-Ausgrabungsstätten Sacsayhuaman, Kenko, Puca Pucarà und Tambomachay.

Tags darauf hiess es wieder früh aufstehen, denn um 6:50 fuhr der Zug in Richtung Machupicchu los. Die Zugfahrt dauerte etwas mehr als vier Stunden und führte in den Ort Aguas Caliente, wo wir auf Busse umsteigen mussten, die uns in einer halbstündigen Fahrt zum Eingang der wunderschönen Inka-Stadt brachten. Netterweise begann es genau dann, wie aus Kübeln zu regnen... und oben angekommen, konnten wir vor lauter Nebel zuerst überhaupt gar nichts von den Ruinen erkennen :-( ! Dies änderte sich zum Glück aber wenig später und der Guide führte uns durch das ganze Städtchen hindurch.



Ich bin extreeeem beindruckt. Dieser Ort hat es wirklich verdient, eines der 7 modernen Weltwunder zu sein!!!
Heute ging es bei schönem Wetter ins Sacred Valley - ein sehr fruchtbares Tal mit unzähligen Inka-Städten. Als erstes besuchten wir den wunderschönen, sehr farbigen Markt von Pisaq. Die Meerschweine auf dem zweiten Bild landen wohl bald im Kochtopf (jaaaaaa, dies ist hier eine Spezialität, nebst Lama und Alpaca).


Weiter gings zum Ort "Ollantaytambo", wo wir einen steilen Hügel mit sehr schönen Inka-Terrassen und -Ruinen erklommen.

Vor der Rückkehr nach Cusco machten wir noch einen weiteren Stop in Chincheros, wo einer der letzten Inka-Oberhäupter seinen Sommerpalast hatte.