Mittwoch, 31. Dezember 2008

Schwitzen in Santiago

Nicht dass ich euch eifersüchtig machen möchte (GRINS), aber bei Temperaturen zwischen 30 und 34 Grad möchte man sich manchmal am liebsten gar nicht mehr vom Fleck bewegen.

Nach meiner Ankunft letzten Samstag Morgen, hab ich mir das Stadtzentrum zuerst mal auf eigene Faust angesehen, einige schöne Ecken entdeckt und kann sagen: Santiago ist ganz sympathisch.

Dieser Eindruck hat sich tags darauf bei der halbtägigen City-Tour per Drahtesel (La Bicicleta Verde - wirklich sehr zu empfehlen, falls es jemanden mal hierher verschlägt) bestätigt. Nebst einigen schönen, öffentlichen Plätzen besuchten wir auch den Früchte-/Gemüse sowie den Fischmarkt. Nach der Tour wagte ich dann noch einen Blick ins Kunstmuseum, welches in einem beeindruckenden, historischen Gebäude untergebracht ist. Ja ja, etwas Kultur muss auch mal wieder sein :-) .

Um die grosse Stadt (6 Millionen Einwohner) einmal von oben zu betrachten, bin ich am Montag mit einer Standseilbahn auf den Hügel "Cerro San Cristobal" hinaufgefahren. Auf dessen Gipfel befindet sich eine Open-Air-Kirche und eine Statue der Heiligen Jungfrau Maria.

Da Chile ja für seinen guten Wein auch bei uns bekannt ist, habe ich mir gestern eine geführte Tour zu zwei Winzereien gegönnt: die kleine Boutique-Winzerei "Aquitania" und Chile's grösste "Concha y Toro". Die Führungen waren äusserst unterhaltsam und - der unterschiedlichen Grösse der Winzereien wegen - auch sehr abwechslungsreich. Mit der Weinverköstigung waren sie jedoch eher etwas geizig (nur je zwei Sorten).

Den heutigen Tag bin ich gemütlich angegangen. Am Nachmittag nahm ich die U-Bahn in einen der moderneren Stadtteile und hab eine kleine Shopping-Tour eingelegt. In wenigen Stunden werde ich dann das Santiago-er Feuerwerk bewundern und ansonsten ganz unspektakulär ins 2009 starten :-) !
Ich wünsche euch allen einen gelungenen Rutsch und ein wunderbares neues Jahr, meine Lieben!!!

Samstag, 27. Dezember 2008

So sieht man aus...

...nach einem 14-Stunden-Nonstop-Flug (mit vorausgehendem 5-stündigen Aufenthalt in Paris)... gäääähn :-) .

Die letzten zwei Wochen habe ich zu Hause verbracht. Es war eine wunderschöne Zeit und ich habe jede Sekunde, die ich mit meinem Schatz Marco verbringen konnte, extrem genossen.

Vor wenigen Stunden bin ich nun wieder in Südamerika - genauer gesagt in Santiago de Chile - angekommen. Mein Blog wird also in nächster Zeit wieder häufiger gefüttert, hihi.

Ganz liebe Grüsse an alle und geniesst die letzten Tage im alten Jahr!

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Es weihnachtet sehr... auch hier :-)

Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich in Südamerika nicht viel Geld brauchen werde... denkste! Zwar sind Übernachtungen und Essen wirklich supergünstig, dafür zahlt man aber für alles andere verhältnismässig sauviel (Touren, Taxifahrten von und zum Flughafen, Flughafen-Taxen...).
Und, vor allem in Cusco und Umgebung will einem scheinbar jede/r zweit/r Peruaner/in noch eine Wollmütze, einen Schal, eine Halskette oder sonstwas verkaufen :-) !

Seit Montag Morgen bin ich wieder in Lima (und musste dieses Mal erst um 5:20 Uhr aufstehen, hihi). Für meinen zweiten Aufenthalt habe ich mir ein Backpacker-Hotel im etwas vornehmeren und touristischeren Stadtteil "Miraflores" ausgesucht. Da etwas erkältet, habe ich aber keine grossen Sprünge gemacht, sondern einfach etwas die Umgebung erkundet, einen Spatziergang am Strand gemacht (neben einer vierspurigen Strasse, ächz), mir die Shopping-Möglichkeiten im Einkaufscentrum Larcomar und den kleinen "Parque del Amor" angesehen.

Bis jetzt ist bei mir - wahrscheinlich den meist angenehm warmen Temperaturen wegen - noch keine grosse Weihnachts-Stimmung aufgekommen. Die Peruaner sind jedoch schon ziemlich im Einkaufsfieber, es stehen künstliche, geschmückte Bäume herum und man wird überall mit den altbekannten Weihnachts-Songs berieselt.

So möchte ich nicht missen, euch allen eine wunderschöne und hoffentlich nicht allzu stressige Vorweihnachtszeit zu wünschen und schicke euch liebe Grüsse aus der Wärme!!!

Montag, 8. Dezember 2008

Peru - unterschiedliche Eindrücke

Nach einem letzten verregneten, gemütlichen Tag in San Jose, musste ich mich vergangenen Mittwoch Morgen schon wieder von Nadja und Igor verabschieden. Danke für die schöne Zeit mit euch!

Die beiden kehrten zurück in die Heimat und mich führte mein nächster Flug nach Lima, Peru. Dort angekommen, wurde ich von einem "freien Mitarbeiter" meines Hostals empfangen und per Taxi in die Stadt begleitet. Eine meiner ersten Fragen: wieso man denn bereits 3 Stunden vor einem Flug aus Lima heraus am Flughafen sein müsse. Seine Antwort: wegen dem Terrorismus. Hmmm, ein toller erster Eindruck!!!
Leider hat mich auch die Stadt selber nicht so sehr beindruckt. Man merkt hier gut, dass Peru eines der ärmsten Länder Südamerikas ist. Meine Unterkunft lag mitten im Zentrum, nahe des "Plaza Mayor" - dessen Umgebung ich dann auch als erstes erkundete.
Für den nächsten Tag hatte ich eine vierstündige City-Tour gebucht. Diese führte uns unter anderem ins "Museum of the Banco Central de Reserva", wo viele von Peru's Schätzen untergebracht sind: Töpfereien, Textilien und Gold- sowie Silberobjekte (teilweise um die 2000 Jahre alt!).

Weiter gings zum Plaza Mayor, wo wir den Regierungspalast, den Palast des Erzbischofs und weitere - teilweise maurisch beeinflusste Gebäude bestaunen konnten. Als nächstes statteten wir dem Convento de San Francisco einen Besuch ab. Ein noch immer aktiver Orden der Mönche von Franz von Assisi. Der spannendste Teil: die Katakomben mit deren tiefen Gräbern... gefüllt mit unzähligen menschlichen Knochen!

Am Freitag morgen musste ich bereits um 2:30 Uhr aufstehen - gähhhn - denn ich hatte den 5:40-Flug nach Cusco gebucht (war drum der günstigste). Hier eine Vogelperspektive der Stadt und des einzigen Flugfeldes.

Da Cusco auf einer Höhe von 3'400 Meter über Meer liegt, habe ich mich zuerst ein bisschen anklimatisiert und erst am Nachmittag eine City-Tour unternommen. Die Sehenswürdigkeiten: Convento de Santo Domingo (gebaut über einen Inka-Palast namens Koricancha... siehe Bild), die Kathedrale am Plaza Mayor (eine der grössten von ganz Südamerika - nach meinem Geschmack etwas überladen und kitschig) sowie die vier Inka-Ausgrabungsstätten Sacsayhuaman, Kenko, Puca Pucarà und Tambomachay.

Tags darauf hiess es wieder früh aufstehen, denn um 6:50 fuhr der Zug in Richtung Machupicchu los. Die Zugfahrt dauerte etwas mehr als vier Stunden und führte in den Ort Aguas Caliente, wo wir auf Busse umsteigen mussten, die uns in einer halbstündigen Fahrt zum Eingang der wunderschönen Inka-Stadt brachten. Netterweise begann es genau dann, wie aus Kübeln zu regnen... und oben angekommen, konnten wir vor lauter Nebel zuerst überhaupt gar nichts von den Ruinen erkennen :-( ! Dies änderte sich zum Glück aber wenig später und der Guide führte uns durch das ganze Städtchen hindurch.

Ich bin extreeeem beindruckt. Dieser Ort hat es wirklich verdient, eines der 7 modernen Weltwunder zu sein!!!

Heute ging es bei schönem Wetter ins Sacred Valley - ein sehr fruchtbares Tal mit unzähligen Inka-Städten. Als erstes besuchten wir den wunderschönen, sehr farbigen Markt von Pisaq. Die Meerschweine auf dem zweiten Bild landen wohl bald im Kochtopf (jaaaaaa, dies ist hier eine Spezialität, nebst Lama und Alpaca).

Weiter gings zum Ort "Ollantaytambo", wo wir einen steilen Hügel mit sehr schönen Inka-Terrassen und -Ruinen erklommen.

Vor der Rückkehr nach Cusco machten wir noch einen weiteren Stop in Chincheros, wo einer der letzten Inka-Oberhäupter seinen Sommerpalast hatte.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Liebe ist...

...wenn man danach nicht mehr voneinander loskommt.

(Die beiden Hunde haben sich beim "herumhöpperlen" irgendwie ineinander verhängt und der eine hat den anderen hinter sich hergeschleift.
Uiiiiiii, haben wir gelacht :-D !!!)

Montag, 1. Dezember 2008

Räge Räge Tröpfli

In letzter Zeit macht uns der Regen leider ein bisschen einen Strich durch die Rechnung... oder vielleicht wurden wir die ersten zwei Wochen einfach zu sehr vom schönen Wetter verwöhnt... denn schliesslich ist in Costa Rica immer noch Regenzeit.

In Manuel Antonio konnten wir aber noch einen sonnig heissen Tag am Strand verbringen und uns von den Wellen herumwirbeln lassen - ausser Igor... der hat noch ein bisschen Angst, hihi. Dafür hat er sich mit Sand paniert. In unserer Hotel-Anlage konnten wir regelmässig Iguanas beim Sonnenbaden beobachten.

Weiter gings nach Uvita. Kaum dort angekommen, hat ein heftiger Regenfall begonnen... und einfach nicht mehr aufgehört. Wir haben das Naturschauspiel gemütlich vom kleinen Bungalow aus beobachtet. Ganze Bäche kamen herunter.

Unterwegs zu unserer nächsten Zwischenstation - Orosi - überquerten wir einen ca. 3400 Meter hohen Pass. Brrrr, war das kalt da oben! Immer noch vom Regen verfolgt, ging es weiter nach San Jose. Dort mussten wir das Mietauto abgeben und uns entscheiden, wie wir die letzten Tage hier in Costa Rica verbringen. Ursprünglich wollten wir noch einen Abstecher an die Karibik-Küste machen... welche aber im Moment leider mit Überflutungen zu kämpfen hat. So sind wir mit dem supergünstigen aber heillos überfüllten öffentlichen Bus nochmals zur Pazifikküste rüber, wo wir drei Nächte im kleinen Ort Esterillos Oeste verbrachten. Das Leben im Hotel "La Dolce Vita" war leider nicht immer so süss. Denn gestern hat uns der Regen wieder heimgesucht und es hat sogar durchs Dach durch getropft :-( !
Igor hat uns netterweise immer die Terrasse gefegt.

Hier noch ein Suchbild :-)

Mittwoch, 26. November 2008

Was für einen Duft...

...strömt wohl dieser Lufterfrischer aus???
:-D

Montag, 24. November 2008

Wo gömmer???

...die Lieblingsfrage meines Gottibuebs Igor :-) !
Am Tag nach meinem letzten Blog-Eintrag hab ich die Costa Ricanische Pazifikküste mal von unter Wasser aus bewundert. Endlich... zwei gemütliche und sehr schöne Tauchgänge. Gesehen hab ich unter anderem: Weissspitzen-Riffhaie, einen Teufelsrochen, mehrere Adlerrochen, eine Schildkröte, Muränen, Trompetenfische... Drei der Haie haben uns sogar ein Stückchen weit begleitet :-) !

Unsere Fahrt führte uns weiter nach Samara. Auf dem Weg dahin mussten wir - nicht übertrieben - etwa 10 Bäche durchqueren. Dummerweise haben wir dabei irgendwo unser vorderes Nummernschild verloren, oh oh!

Tags darauf wurde es dann noch abenteuerlicher. Kaum waren wir aus Samara losgefahren, kamen wir auch schon an einen ziemlich breiten Fluss, den es zu durchqueren galt. Wir liessen einen Einheimischen mit seinem kleinen Pickup vor... und prompt blieb der stecken! So haben wir uns dann dafür entschieden, besser einen Umweg zu fahren. So weit so gut. Plötzlich wurde die Strasse aber immer enger und steiler (immerhin war sie zur Abwechslung mehr schlecht als recht asphaltiert). Uns wurde es langsam mulmig zumute und wir hatten das Gefühl, bald nach hinten wegzukippen. Natürlich ging es dann auf der anderen Seite auch wieder runter... huiii... allerdings bestand da der Weg nur aus Dreck und Steinen... und neigte sich ungelogen etwa im 45-Grad-Winkel herunter! Wir sahen uns schon den Hang hinabpurzeln und fuhren nur im Schritt-Tempo. Ich umklammerte das Steuerrad mit all meiner Kraft und getraute mich kaum zu atmen.

Kaum hatten wir diese Herausforderung gemeistert, kamen wir wieder an einen Fluss! Ojemine! Ein hilfsbereiter Franzose fuhr uns dann netterweise hinüber. Damit war's aber noch nicht getan... zwei weitere Flüsse warteten auf uns. Diese hab ich dann aber ganz allein gemeistert, juhuiii!

Für diese Strapazen haben wir uns am darauffolgenden Tag in Montezuma mit einem gemütlichen Ausflug belohnt. Eine einstündige Bootsfahrt führte uns zur "Tortuga Island", wo man schnorcheln, baden, faulenzen und den schönen Strand geniessen konnte. Ein feines Fisch-BBQ rundete das ganze ab.
Eine kleine Wildsau hat alle Blicke auf sich gezogen. Sie lebt scheinbar an diesem Strand und geniesst es, von den Touristen gestreichelt zu werden :-) .

Auch sonst haben wir in Montezuma allerhand Tiere gesehen: freche, Zuckertütchen-stehlende Vögel, kleine Echsen, Affen und auf der Rückfahrt vom Bootsausflug sogar noch eine Gruppe Delfine.

Mit der Fähre verliessen wir gestern die Halbinsel Nicoya und übernachteten in Playa Jaco. Auf der Fahrt dorthin konnten wir sogar noch Krokodile beobachten, wow!

Und zum Abschluss des Tages: ein wunderschöner Sonnenuntergang... träum...

Dienstag, 18. November 2008

Bienvenidos a Costa Rica

Nach einem Zwischenstopp in Dallas bin ich mitten in der Nacht in San José, der Hauptstadt von Costa Rica, gelandet. So habe ich auf der rasanten Taxi-Fahrt ins Hotel noch ziemlich gar nichts von der Umgebung mitgekriegt und musste mich bis zum nächsten Morgen gedulden. Nadja und der kleine Igor waren bereits einen Tag vor mir angekommen. Da die beiden immer noch etwas mit dem Jetlag kämpften, haben wir den nächsten Tag gemeinsam gemütlich am Hotelpool verbracht, die Wärme genossen und die Aussicht auf die Kaffeeplantagen sowie das Dorf Alajuela bewundert.

Am Donnerstag Morgen wurden wir von der Autovermietungsgesellschaft abgeholt und wir konnten unseren fahrbaren Untersatz, einen Daihatsu Bego in Empfang nehmen. So weit so gut... kaum hatten wir das Gelände von Europcar verlassen, wurden wir das erste Mal auf die Probe gestellt: wer, um Himmels willen, schaltet denn bei einem GPS-Gerät den Satelliten-Empfang aus??? Nach Aktivierung desselbigen fanden wir dann endlich auch aus San José heraus und zu unserem ersten Ziel, dem Hotel "Termales del Bosque" in der Nähe von Aguas Zarcas. Den wunderschönen Wasserfall auf dem nächsten Foto, haben wir auf dem Weg dorthin entdeckt.

Zum Hotel gehört eine wunderschöne Thermal-Anlage, mitten im Regenwald, mit unterschiedlich warmen Becken, neben denen sich ein kleiner Fluss durchschlängelt. Wir haben uns erst nach Sonnenuntergang auf den Weg dorthin gemacht, um das Ganze in wunderschöner Beleuchtung zu geniessen, wowww!

Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach La Fortuna. Auch heute standen wir mit dem Navigations-Gerät etwas auf Kriegsfuss, da es uns doch einige Male etwas verwirrte und auf falsche Wege schickte. Auch stellen die Strassenverhältnisse in Costa Rica teilweise eine ziemliche Herausforderung dar, da man sich manchmal innert Sekunden entscheiden muss, welches Schlagloch denn nun das kleinste Übel ist :-) !
In La Fortuna haben wir zuerst mal den Ortskern erkundet, währenddem unsere Wäsche gewaschen wurde. Danach mussten wir uns im Hotelpool erfrischen, da die feuchte Hitze fast unerträglich war.
Tags darauf haben wir uns das kleine Ecocentro Danaus angeschaut. In dem kleinen Stück Regenwald konnten wir wunderschöne Schmetterlinge, Pfeilgiftfrösche, Vögel sowie Faultiere bewundern und uns von Moskitos aussaugen lassen, ächz.

Nach Einbruch der Nacht fuhren wir ein Stück um den Vulkan "Arenal" herum, den wir schon von unserem Hotel aus in voller Pracht bewundern konnten, um mit etwas Geduld ein kurzes Spektakel - einen herabfliessenden Lavastrom - zu beobachten.

Der gestrige Tag führte uns an die Westküste, zur Playa Hermosa, und heute gings weiter zur Playa Tamarindo. Und ich kann euch sagen, ich bin nun also richtig Offroad-tauglich ;-) ! Kaum waren wir heute Mittag losgefahren, begann es ziemlich heftig zu regnen, was die unbefestigten kleinen Strassen in nullkommanichts in kleine Bäche verwandelte... und mehrere Male mussten wir sogar richtige Bäche durchqueren!!! Seht selbst (und das war noch harmlos):

War das ein Abenteuer! Dafür wurden wir bei Ankunft im Hotel Jardin del Eden quasi "belohnt". Wir bewohnen ein wunderschönes Zimmer... ich muss euch einfach mal wieder eifersüchtig machen: